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Geschäftsordnung

Der Abwicklung des Projektes net.culture.lab liegt eine Geschäftsordnung zu Grunde.

Präambel

Die Agentur Hochegger.com beauftragt im Namen der Telekom Austria AG die osAlliance.com mit der Abwicklung des Projektes. Die osAlliance schließt mit weiteren Mitgliedern und PartnerInnen die entsprechenden Vereinbarungen, bzw. Werkvertrags- und Dienstverhältnisse ab. Basis aller Vereinbarungen ist das bestätigte Projektanbot der osAlliance vom 23.01.2007.

Ziele

Im Allgemeinen gelten die im Projektanbot der osAlliance vom 23.01.2007 festgelegten Ziele:

1.      Unterstützung von spin-offs aus Fachhochschulen
2.      Entwicklung von Breitbanddiensten
3.      Innovationskultur fördern
4.      Corporate Social Responsibility zeigen
5.      Zugang zu jungen Zielgruppen stärken

In der Umsetzung des Projektes gilt:

  • Kommunikationswege sollen kurz gehalten werden
  • Nachhaltige Lösungen haben Vorrrang
  • Arbeitspakete werden immer terminisiert
  • nur dokumentierte Vereinbarungen sind gültig

Laufzeit

Das Projekt beginnt am 01.03.2007 und endet am 31.03.2008. Über eine etwaige Verlängerung des Projektes werden die Projektträger Ende 2007 dem Beirat einen entsprechende Vorschlag vorlegen.

Projektorganisation

Kuratoren

Auf Vorschlag der osAlliance.com werden durch den Beirat zwei Kuratoren für den Zeitraum von 04/2007 bis 03/2008 bestellt. Die Kuratoren legen hierzu eine gemeinsam erarbeitete thematische Schwerpunktsetzung vor. Die Kuratoren haben - duch die Auswahl von zu fördernden Projekten, entsprechende inhaltlich/technische Interventionen sowie durch Zuziehung anderer Projekte, ExpertInnen und Communities - dafür Sorge zu tragen, dass sowohl Projektziele (s.o.) als auch kommunizierbare Zwischenergebnisse möglich werden. U.a. sind dazu nötig

  • Externe Kommunikation der Projekte über verschiedene Kanäle
  • Aktive Betreuung der geförderten Projekte vor Ort (1-2d/Woche)
  • Kommunikation über die Medien der Telekom Austria in Absprache mit Hochegger
  • Rundgänge durch net.culture.labs
  • Führen eines aktiven Blogs, sowie Promotion der Projekte und Interaktion in anderen relevanten Blogs
  • Teilnahme an Meetings
  • enge Kooperation mit dem Projektmanager und FacilitatorInnen
  • zentrale Person bei den Veranstaltungen                                                

 
In der Auswahl der Projekte (in Summe ca. 15) sind die KuratorInnen unabhängig. Die Suche der Projekte erfolgt in einem gemischten Prozess zwischen Einreichungsverfahren und „project hunting“. In adminstrativ/prozessualen Fragen arbeiten sie mit der Geschäftsführung eng zusammen.

Unterstützungsteam

Den KuratorInnen stehen auf technischer Seite die Facilitator/innen, bei der Entwicklung von SpinOffs die Projektbegleitung, sowie für administrative/prozessuale Abläufe die Geschäftsführung zur Seite.

A)    FacilitatorInnen

Als GastgeberInnen in den net.culture.labs kümmern sich die FacilitatorInnen um einen guten Betrieb der jeweiligen Einheit im Sinne der Erfüllung der allgem. Projektziele, bzw. der Schwerpunktsetzungen.

  • Konzipierung der NCL-Technik
  • technische Einrichtung der NCLs
  • Wartung, bzw. Veranlassung von Reparatur und Ersatz
  • Führung einer Handkasse
  • inhaltlich/technische Betreuung von Projekten gemeinsam mit den KuratorInnen
  • Management der „freien Nutzung“ (Aktivitäten außerhalb des kuratierten Bereichs)
  • Hosting von Gruppen und Communities (Kleinstveranstaltungen)
  • Unterstützung der KuratorInnen bei kommunikativen und administrativen Aufgaben


B)    Projektbegleitung

Zum einen soll eine Prozessbegleitung sicherstellen, dass Praktiken des Innovationsmanagements berücksichtigt werden (Ausstattung/Design der Labs, Projektauswahl, Kriterienentwicklung, Abrechnung). Weiters sollen Maßnahmen gesetzt werden, um die entwickelten/umgesetzten Ideen fortzuführen (Start-Up Beratung, strategische Produktfindung):

  • In jedem Lab werden durch den Beirat 3 Projekte ausgewählt, die eine Start-Up Beratung erhalten.
  • Als zweite begleitende Maßnahme werden mit den Projekten zwei Innosprints organisiert (Sommer 2007, Herbst 2007)
  • Vorschläge an KuratorInnen und FacilitatorInnen für die tägliche Arbeit (i.S. der oben genannten Themen)

C)    Geschäftsführung

Der Ablauf des Projektes, das Personalmangement sowie Berichtslegungen und budgetäre Administration werden durch die Geschäftsführung im Sinne der Erfüllung der allgem. Projektziele, bzw. der Schwerpunktsetzungen durchgeführt.

  • Entwicklung Ausschreibungsverfahren
  • Sponsoringakquise
  • Aufbereitung der Einreichungen zur Entscheidungsfindung
  • Vorbereitung der Beiratssitzungen
  • Entwicklung der Abrechungsmodalitäten
  • Berichtslegung
  • Beauftragung Dritter
  • Verrechnungen, Bestellungen abwickeln, Verträge abschließen, Buchhaltung                                                  

Die Geschäftsführung wird in administrativen Belangen von der Genossenschaft osAlliance unterstützt.

Beirat

Eine funktionierende Kommunikation zwischen den beteiligten Partnern wird über einen Projektbeirat sichergestellt, der auch richtungsgebende Entscheidungen im Sinne des Innovationsklimas im Projekt trifft:

  • Bestellung der Kuratoren
  • Beschluss über die Schwerpunktsetzung / Narration der zu fördernden Projekte
  • Auswahl der NCL-Lokalitäten
  • Bestätigung des NCL-Teams bzw Durchführung von Neubesetzungen
  • Auswahl von 6 StartUp-Projekten
  • Verabschiedung der Geschäftsordnung
  • Abschluß von Verträgen > 20.000 EUR
  • Organisatorische, technische und strategische Beratung und Unterstützung des NCL-Teams
  • Lobbying der NCLs

 Der Beirat wird von den Trägern wie folgt bestellt

Präsident                                   1
Gernot Schieszler
Telekom Austria
 2Martin Bredl, ___________
Hochegger 2Dietmar Trummer
KuratorInnen
 2
Gerin Trautenberger, Roland Alton-Scheidl
FacilitatorInnen 2
___________, Eric Poscher
Prozeßbegleitung 1
Thomas Fundneider
Bildungseinrichtungen 3
___________, ___________, __________
   
Geschäftsführung 1
Thomas Thurner (ohne Stimmrecht)
           

Der Beirat tagt zu folgenden Terminen: 1.März 2007, ___________, ___________, die Treffen sind nicht öffentlich. Bei Bedarf können StellvertreterInnen und externe Personen zur Beratung bei einzelnen Treffen hinzugezogen werden. Die Geschäftsführung ist für Einladung, Vorbereitung, Moderation und die Protokollierung inkl. Beschlussprotokoll verantwortlich. Das Protokoll wird per email (falls nicht vorhanden per Post) zugesandt sowie im Projekt-Intranet abgelegt, Stellungnahmen sind innerhalb einer Woche möglich (7 Werktage). Nach Ablauf dieser Frist gilt das Protokoll als angenommen.

Konsensuale Beschlüsse sind anzustreben. Falls kein Konsens erreichbar ist, gilt das Mehrheitsprinzip. Mitglieder des Beirats können je eineN VertreterIn entsenden, falls sie selbst nicht an einer Sitzung teilnehmen können (Stimmübertragung möglich).

 

Abwicklung

Geschäfte der Geschäftsführung

  • Der osAlliance, sowie dem Beirat werden von der Geschäftsführung aktuelle Budgetdaten geliefert. Diese beinhalten den Voranschlag, die zum Zeitpunkt bestehende Erfüllung sowie geplante Änderungen. Im Rahmen dieser genehmigten Zahlen kann die Geschäftsführung die tägliche finanzielle Abwicklung eigenverantwortlich umsetzen.
  • Bei Anschaffungen über 5.000,- EUR sind zwei Angebote einzuholen. Bei gleichen Leistungen muss der Bestbieter beauftragt werden.
  • Anmietungen, Werkvertragserrichtungen, Dienstverhältnisse bedürfen in jedem Fall des 4-Augen-Prinzipes. D.h. es muß neben der Geschäftsführung immer eine zweite Person gegenzeichnen. Bei der jeweils nächsten Sitzung des Beirates werden solche Geschäftsvorgänge berichtet.
  • Der Geschäftsführer ist nicht berechtigt, ohne entsprechende Beschlussfassung im Beirat eigenmächtig Verträge abzuschließen, abzuändern oder sonstige Handlungen zu setzen, die dem Projekt Verpflichtungen auferlegen, welche über jene im Anbot hinausgehen.

 

Geschäfte der Teammitglieder

  • Für die FacilitatorInnen bzw. die KuratorInnen wird eine Handkasse mit einer maximalen monatlich Dotierung von EUR 400.- pro NCL-Standort eingerichtet. Die Führung obliegt den FacilitatorInnen. Ausgaben sind nur mit Rechnung in geschäftl. üblicher Ausfertigung gültig. Grössere Anschaffungen sind über die Administration der Genossenschaft im Bestellverfahren abzuwickeln. Ausgaben über 300,- EUR sind durch die Geschäftsführung zu bestätigen. Die Abrechung erfolgt monatlich mit der Geschäftsführung.
  • Die Inventarisierung erfolgt mit einfacher Nummernvergabe durch die Person, die Einkauf und/oder Aufstellung bewerkstelligt hat in Absprache mit der Administration der osAlliance.com. Die Nummer ist gut sichtbar auf das Gerät und die zugehörige Rechnung/Lieferschein zu schreiben. Geringfügige Wirtschaftsgüter (unter € 400.-) sind nicht zu inventarisieren.
  • Reisen sind mit Reisekostenabrechungen zu belegen. Es werden Ausgaben für Mahlzeiten und Unterkunft refundiert. Bewirtungen über das übliche Maß hinaus sind nicht möglich.

 

Projektauswahl

Die folgenden Kriterien sind maßgeblich für die Auswahl von Projekten heranzuziehen:

  • Der Fokus der Projekte muss in die thematische Schwerpunktsetzung (Narration) passen
  • Qualität des Projektes (Zieldefinition, Verständlichkeit, Kosten/Nutzen etc)
  • Folgende Projekte werden bevorzugt gereiht (bei sonst gleicher Qualität):
    (1) Projekte aus Fachhochschulen
    (2) Projekte, die sich mit der Entwicklung von Breitbanddiensten auseinandersetzen
    (3) Projekte, die den Zugang zu jungen Zielgruppen stärken
  • Projektvolumina (Zuschuss) mindestens 3.000 Euro, maximal 10.000 Euro
  • Projektlaufzeit innerhalb der Laufzeit der NCLs
  • Ergebnisse und entwickelte Technologien müssen allgemein zugänglich sein (Open Source Lizenz, Creative Commons Lizenz)
  • Es ist auf ein ausgewogenes Gesamt-Projektportfolio zu achten (unterschiedliche Projektinhalte, Gender Mainstreaming, unterschiedliche Entwicklungsstadien (Projektrisiko), Diversität (Ausbildung, Tätigkeit) bei den Personen in den Labs, gegenseitig ergänzende Projekte (Synergien))
  • Eine Mitgliedschaft bei der Anbietergemeinschaft osAlliance zur weiteren Verwertung der Projektidee wird angeboten.


Abrechnung der Projekte

Die Abrechnung der Projekte erfolgt anhand von Meilensteinen. Die eingereichten Projektanträge müssen quantifizierbare Meilensteine (je nach Länge der Projeklaufzeit, ca. 3-5) enthalten, die in den entsprechenden Projektmonaten überprüft werden. Hierbei ist auf ein ausgewogenes Verhältnis durch die Kuratoren zu achten, wie z.B. technische, wirtschaftliche und sozioökonomische Messgrößen. Für jeden Meilenstein müssen weiters die entsprechenden Kosten ausgewiesen werden, die zur Erreichung des Meilensteines erforderlich sind. Zu Projektbeginn wird eine Akontozahlung bzw Anschaffung in der Höhe der genehmigten Kosten bis zum ersten Meilenstein durchgeführt. Wird bei der Überprüfung des ersten Meilensteines festgestellt, dass dieser erreicht wurde, dann erfolgt die Überweisung der budgetdierten Kosten bis zum nächsten Meilenstein (und entsprechend für die weiteren Meilensteine). Wird der Meilenstein nicht erreicht, wird vom Kurator (gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen) eine Nachfrist gesetzt. In dieser Zeit erfolgt keine Kostenabgeltung. Wird bei der Überprüfung der Nachfrist der Meilenstein wieder nicht erreicht, so verliert das Projekt den Anspruch auf Unterstützung durch die NCLs. Die Verwendung der zugewiesenen Mitteln obliegt alleine den Projektverantwortlichen. Es werden keine Stundenlisten bzw. andere Abrechnungsaufzeichnungen von den einzelnen Projekten eingefordert.

Gastprojekte

In der Hauptsache sind die von den KuratorInnen ausgewählten Projekte die NutzerInnen der NCL. Darüberhinaus stehen die NCL auch anderen Personen, Projekten und Initativen offen. Nach Maßgabe der Möglichkeiten und ein kooperatives Klima beachtend, obliegt es den Facilator/innen solche Einladungen auszusprechen bzw. zu widerrufen.


Steuern und Versicherung

Für die Versteuerung und Sozialversicherung ist jeder Empfänger von Leistungen selbst verantwortlich. Die Genossenschaft schliesst eine Haftpflichtversicherung ab, welche auch an deren Mitglieder übertragbar ist.

Weitere Regelungen

Es ist untersagt, bei Abgabe von Erklärungen, Ankündigungen und Veröffentlichungen, die das gegenständliche Projekt betreffen, anders als Mitglied des gegenständlichen Projektes aufzutreten.

 
Jedes Teammitglied hat uneingeschränkt alles zu tun, um die fristgerechte und reibungslose Erfüllung der von der Arbeitsgemeinschaft übernommenen Aufgaben zu ermöglichen.

 

 Wien am __________

 

osAlliance.com

 Telekom Austria AG

Hochegger.com

 

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