ncl raumkonzept
Das net culture lab soll von der Raumgestaltung her auf verschiedenen Ebenen die kollektive Kreativität anregen und unterstützen. Basierend auf der Ausrichtung des ncl sollen gleichermaßen theoretische Ansätze als auch praktische Projekte oder spielerische Experimente gefördert werden. Aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse der lab-user sollen hier nun die verschiedene Bereiche definiert und eine mögliche Einteilung vorgenommen werden. Es benötigt Raum für Begegnungen, für Kommunikation, für den Austausch, das Lernen, das Staunen und das Entwickeln. Dies soll mittels folgenden Raumbereichen erfahrbar werden
Museumsquartier / Wien
ncl foyer
Diesen Bereich gibt es aufgrund der räumlichen Beschaffenheit und der Besonderheit der Schnittstelle zum net culture space nur in Wien. Er befindet sich im Erdgeschoss neben dem Treppenaufgang und stellt somit die Eingangssituation dar. Er soll flexibel genutzt werden, zB als Erweiterung der Lounge um sich zurückzuziehen und zu konzipieren, als auch als Ausstellungsfläche für Work in Progress.
ncl lounge
Am Ende der Treppe im 1. Stock befindet sich der Besucher im größten Raum des ncl, in der Lounge. Auf der linken Seite befindet sich die Kücheneinheit, rechts an den Fenstern stehen gemütliche Sitzgelegenheiten um einen Kaffee zu trinken und das aktuelle Projekt zu besprechen. Auch sollen Steh(arbeits)plätze mit Abstellflächen in Barhöhe geschaffen werden.
ncl workshop
Geht man auf der linken Seite aus der Lounge kommt man in den Arbeitsbereich. Anstelle einer "klassischen" Bürosituation sollen die beiden hintereinander geschalteten Räume den Teams eine Werkstattumgebung bieten. Gleichberechtigt soll dort gestaltet, gehackt, gelötet und programmiert werden. Auch ist Stauraum vorhanden um private Materialien und Werkzeuge zu versperren.
ncl playground
Verläßt man den Loungebereich auf der rechten Seite kommt man in den Kreativraum des Labs. Hier ist der Boden lediglich mit einer dicken weichen Matte und dazugehörigen Kissen ausgestattet. Um den Raum zu betreten muß man die Schuhe ausziehen. Er lädt ein zum entspannen und nachzudenken. Ebenfalls können auf dem eingebauten LCD-Screen auf der gegenüberliegenden Seite des Einganges Filmabende etc. durchgeführt werden oder der Screen für Medieninstallationen etc. eingesetzt werden. Im Standard-Betrieb allerdings dient der Screen als Video-Bridge zum ncl nach Dornbirn. Weiters entspringt aus einer Ecke ein dickes Bündel RGB-farbener Kabel mit Anschlüssen für die Installation "Playful Things".
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Videobridge
(Stefan Kainbacher, Tim Devine)
Die Video-Bridge wird über Bewegungs- und Distanzsensoren gesteuert und reagiert auf die Raumaktivität. darauf. Solange niemand im definierten Raum ("playground") ist stellt sie den Sendebetrieb ein. Sobald jemand den Raum betritt aktiviert sie den Bildschirm und öffnet den Video und Audiokanal in das zweite Lab. Bild und und Ton übertragen allerdings lediglich ein sehr unscharfes Bild sowie einen mit Filtern (Low-Pass, Delay) stark bearbeiteten Sound. Sobald sich eine Person dem Bildschirm nähert lösen sich die Unschärfen und Filter langsam auf (vgl. Nebel). Ähnlich wie beim "Licht am Ende des Tunnels" durchbricht man schließlich die Mauer und der A/V-Kanal ist komplett geöffnet. So entsteht eine spielerische Kommunikation, die die sich als Interface vollständig in den Raum integriert und dennoch produktiv nutzbar ist.
Installation "Playful Things"
(Stefan Kainbacher, Tim Devine)
Diese Installation nimmt die Bezeichnung des Raumes "playground" wörtlich und lädt ein zum spielerischen experimentieren mit verschiedensten "gehackten" Spielzeugen wie zB Plüschtieren. Handelsübliche Stofftiere werden jeweils mit verschiedensten Sensoren (Bewegung, Druck, Licht, Ton, ...) sowie Ausgabegeräten (Lautsprecher, Displays, LEDs, Vibratoren, Motoren, ...) bearbeitet und zu Avataren umgestaltet. Sie verfügen jeweils über einen Ein- sowie Ausgang auf der Basis von handelsüblichen Steckern (Mini-Klinke für Audio, Chinch für Video, USB für Daten, etc.) und können an den im "playground" vorgesehenen Anschlüssen angedockt werden. Die Signale werden von einem Max/MSP-Server verwaltet und verteilt. Auch besteht eine Netzwerkverbindung (Standleitung) zwischen den beiden Labs. So ist es möglich zB einen Plüschbären in Wien den Bauch zu kraulen und in Dornbirn leuchten bei einem anderen Avatar die LED-Augen. (Mittels Videobridge kann das Geschehen auch verfolgt werden. Auch muß die Reaktion nicht zwangsläufig im anderen Lab stattfinden. Ein Mix ist angedacht.) Das Server-System ist ebenfalls offen programmiert und dokumentiert: auch dort können auf einfache Art und Weise Änderungen/Erweiterungen vorgenommen werden. Interessanter wäre es jedoch weitere Leute zu begeistern eigene Avatare auf dieser Basis zu basteln, zu signieren und auf dem playground zu hinterlassen. Dazu sollen auch Workshops durchgeführt werden bei denen die Grundlagen zum "Hacken einen Spielzeugs" gezeigt werden und gemeinsam Avatare gebastelt werden welche angeschlossen werden können. So erhält das Projekt neben der Verbindung der Labs und der spielerischen Erfahrung der Sensorik auch die praktische Komponente der kreativen Einbindung der Lab-User.
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Bertolini Haus / Dornbirn
ncl lounge
Tritt man aus dem Aufzug im obersten Geschoß des Bertolini Haus in Dornbirn steht man bereits direkt im Barbereich des ncl. Der Raum öffnet sich nach links hin und teilt sich dort in drei Bereiche. Wiederum links befindet sich der Lounge bereich zum gemütlichen Besprechen und Entwickeln von Ideen.
ncl workshop
Rechts von der Lounge wird ein mit Stellwänden frei einteilbarer Arbeitsbereich geschaffen. Je nach Projekten und Teams kann dieser neu konfiguriert werden.
ncl playground
Aufgrund des Raumbeschaffenheit in Dornbirn fällt der playground hier als eine Art Insel ("Sandkasten") vor der Videowall aus. Dort befinden sich wiederum alle benötigten Anschlüsse für die Installation "Playful Things". Falls notwendig (zB Präsentationen, anderen Veranstaltungen kann die Insel auf die Seite geschoben bzw. weggeräumt werden. Außerdem dient sie wiederum als Trigger für die Videobridge.
Stefan Kainbacher, ska@beautyparlour.at, Beauty Parlour