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beTV Ergebnisbericht

MrGoil präsentiert den beTV Prototyp bei den Linuxwochen in Linz am 28.6.2008. In diesem Bericht beschreibt er die Herausforderungen für den Betrieb einer Plug'n'Play Video Streaming Box und macht Vorschläge für weitere Entwicklungen.


Probleme:

* freej
  - ist nicht "einfach", keine GUI
  - Audio Unterstützung mangelhaft.
  - aufwändige Installation, aktuelle Versionen nur als Quelltext
    erhältlich

* billige Web Cams
  - keine technischen Dokumentiationen und
  - keine Linux Unterstützung von den Herstellern

* Linux Treiber
  - die meisten Linuxtreiber sind per 'reverse Enineering' entstanden:
    stark CPU lastig, nicht optimiert
  - meistens nicht im offiziellen Linux Kernel enthalten, Installation
    und Pflege aufwändig.
  - Hersteller benutzen Baukasten Software von dritten. Das geht zwar
    schnell und kostengünstig aber das Endergebnis ist aber portabel
    (läuft nur auf einem Betriebssystem), erlaubt nur proprietäre 'closed
    source' Lizenzen: nicht vereinbar mit der GPL.

* Prototyp PC
  - mit 'nur' 1GHZ: encoding (Aufnahme) ist rechenintensiver als
    decoding (Wiedergabe)
  - der eingebaute analoge Video-in Anschluß lässt sich derzeit nicht
    unter Linux nutzen
  - Alternative Firewire ist ebenfalls rechenintensiv, normalerweise
    liefern digitale Videokameras mpeg an, welches vor dem mischen erst
    decodiert werden muss.

Verbesserungspotential:

* freej
  - firewire Unterstützung rudimentär vorhanden via ffmpeg. Diese
    library ist vorrangig der Videoplayer und bietet keine
    Gerätesteuerung.
  - Eine GUI kann auch innerhalb freej mittels ImageLayer() und
    GeoLayer() realisiert werden. Die Funktionalität muss noch weiter
    ausgebaut werden.
  - Installation
    Die sog. Paketierung wurde verbessert. Aktuell
    beteiligen sich 2 offizielle Debian Package Maintainer. Im sog.
    unstable "sid" repository ist die aktuelle freej version 0.9.10
    verfügbar. Die Installaton auf Debian basierenden Systemen ist nun
    sehr leicht! Das beTV Programm kann dann direkt mit installiert
    werden.
  - GUI: Wir haben angefangen, mit opengl zu experimentieren.
    Nebeneffekt: das dazugehörige GUI-toolkit libglut ist unser Favorit!
    Pablo Martin, vom Blender Institut in Amsterdam, hat in freej eine
    experimentelle opengl Unterstützung eingebaut.
  - Audio wurde verbessert: jack Unterstützung. Für das "Jack Audio
    Connection Kit" existieren schon zahlreiche Audio Mischer, EQ und
    Effektplugins. Allerdings macht es die Bedienung wieder
    komplizierter: es muss jackd, ein Daemon laufen. Das ist bei keinem
    Linux Desktop PC voreingestellt.  Ein internes Abmischen des Ton
    innerhalb freej ist nach wie vor wünschenswert.

* billige Web Cams:
  - Lobbyarbeit bei den Herstellern
  - Testberichte und Kaufempfehlungen, passende Kameras mitliefern?!

* Linux Treiber
  - v4l1 / v4l2: der CamLayer() in freej kann nur die alte v4l1 API. Die
    meisten selbstgehackten Camera Treiber können meistens auch nur
    v4l1. Diese Version der Video API ist aber schon seit Jahren
    veraltet, und in den offiziellen Kernel werden nur Treiber mit der
    v4l2 API aufgenommen. Leider habe ich bis heute keine "WebCam" mit
    v4l2 Treibern in die Finger bekommen.

* PC:
  - bessere Nutzung der Hardware: der via- grafik chipsatz kann opengl.
    Die Leistung ist sicher nicht 'Spieletauglich'. Im Prinzip kann aber
    der Grafikchipsatz der CPU das mischen und skalieren der Videos
    abnehmen.
  - Analoge Video Eingänge: VIA hat technische Unterlagen und sogar Code
    frei veröffentlicht.  VGA, analog Video out und sogar opengl wurden
    auch schon in Linux übernommen. Die analogen video Eingänge liegen
    aber weiterhin brach. Ich habe den Code von VIA ausprobiert, und es
    funktioniert nicht. <<<<<<< Es existiert sogar Code von VIA dafür,
    funkioniert aber leider nicht. Ich denke, es ist mangelndes
    Interesse in der Linux Gemeinde. --<<<< 3d geht <<<<  Die meisten
    Kameras haben sowieso digitale Ausgänge.

 

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